Von der Aussicht auf eine heitere Zukunft – Massenmigration. #BloggerfuerFluechtlinge

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Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.

(M. Ghandi)

Massenmigration
Von der Aussicht auf eine heitere Zukunft

Sie kamen zu Millionen, wagten ein Leben in der Fremde und veränderten das Land maßgeblich, das zu ihrer neuen Heimat wurde. Was trieb die Menschen ins Ungewisse, was bewegte sie, an einem vollkommen fremden Ort ein neues Leben zu beginnen?

Karl Johann Diedrich Abbenseth, Johann Heinrich Adens, Hinrich Wilhelm Albers, Friedrich Heinrich Zerbst, Wilhelm Zimmermann – all diese Namen eint eines und das ist die Sehnsucht nach einer besseren Zukunft, die nach Glück und einem Neuanfang. Diese und unzählige andere deutsche Namen sind u.a. in der Auswandererdatenbank Cuxhaven zu finden. All die Menschen, zu denen diese Namen gehören, und Millionen andere wanderten allein zwischen 1830 und 1930 aus Deutschland aus mit dem Ziel, in Amerika ihr Glück zu finden. Insgesamt waren es während dieser großen Auswanderungswelle 5,5 Millionen Deutsche, die mithilfe der Norddeutschen Lloyd und der Hamburg-Amerika-Linie ins „gelobte“ Land auswanderten. Die Deutschen bildeten im 19ten Jahrhundert die größte Einwanderergruppe in den USA. 33 Millionen Europäer insgesamt suchten zu dieser Zeit ihr Glück in Amerika.

Wirtschaftsflüchtlinge – mit diesem Etikett würden unsere deutschen „Flüchtlinge“ von damals wohl heute bedacht von jenen, die glauben, per Geburt ein Recht auf Wohlstand, Gesundheit, Frieden und Unversehrtheit erlangt zu haben und es gegenüber allen verteidigen zu müssen, die nicht zu diesem auserwählten Kreis gehören.

Fünfeinhalb Millionen Deutsche verließen ihre Heimat, begaben sich auf Schiffe und in Lebensgefahr, weil sie im eigenen Land weder Arbeit noch eine Zukunftsperspektive finden konnten. Sie reisten nicht in kleinen Booten, abhängig von der Willkür und Gier ihrer Schlepper. Sie reisten organisiert, auf riesigen Passagierschiffen, ganz offiziell und oft genug mit Prämien in den Taschen die sie dafür erhielten, dass sie gingen.
Es war nichts Ehrenrühriges daran, sein Glück in die eigene Hand zu nehmen. Die es taten und sich trauten, wurden für ihren Mut, ihren Pioniergeist und ihren Willen zur Selbsthilfe bewundert.

In der Abschiedsanzeige von Peter Wilhelm Sillacks aus Lüdingsworth heißt es:

„Bei unserer Abreise nach Baltimore am 17. August mit dem Schiff Astronom sagen wir allen Verwandten und Bekannten, Freunden und Freundinnen ein herzliches Lebewohl. Lebt wohl! Der Augenblick ist nah, wo’s fortgeht nach Amerika; Dort in der Ferne blüht das Glück, lebt wohl! Denkt oft an mich zurück.“

auswandererschiff

An Deck eines Auswandererschiffes (Quelle: AKG-Images)

35 Prozent der 5,5 Millionen Auswanderer stammten aus Ostdeutschland, der Rest verteilte sich auf Südwestdeutschland (25%), Nordwestdeutschland (14%) und die anderen Regionen. Der deutsche Staat hatte ein großes Interesse daran, die Abwanderung vermögender Personen und die guter und ausgebildeter Arbeitskräfte zu verhindern. Arme und Kriminelle hingegen wurden regelrecht abgeschoben. In den Gründen für die Auswanderung finden sich ausschließlich religiöse und/oder wirtschaftliche Motive. Man wanderte aus, weil man es so wollte und nicht, weil man nicht anders konnte und um das eigene Leben fürchten musste.

Wir sprechen heute von Flüchtlingen oder auch von Asylanten, nicht von Auswanderern. Vielleicht deshalb nicht, weil wir wirtschaftliche Gründe erst gar nicht akzeptieren wollen und ein „Einwanderer“ uns bittschön nachweisen und belegen muss, dass er bei Leib und Leben bedroht ist. Unter Folter und Vergewaltigung, Mord und Totschlag akzeptieren wir nicht, dass Menschen bei uns ein neues Leben beginnen dürfen.

Auf die Deutschen warteten vor 200 Jahren in den USA bereits Millionen andere Auswanderer – Engländer, Iren, Italiener, Schotten, Holländer, Franzosen und Schweden – Wirtschaftsflüchtlinge aus aller Herren Länder.

Die Welt ist immer schon in Bewegung. Daran ändern auch die nichts, in deren Köpfen Bewegungslosigkeit für Stillstand sorgt.
Und deren Hass nichts weiter sein kann, als letztlich der auf das eigene Versagen.

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