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Einfach mal Kresse halten, tut auch ganz gut.
Jedenfalls besonders dann, wenn alle anderen zu allem anderen schon alles gesagt haben. #Wulff/Gauck/Co.

Also schreibe ich am nächsten Krimi, wobei ich zugebe:
Das Genre im klassischen Sinne zu bedienen, das wird mir nie gelingen.

Bulle 1 + Bulle 2 + Opfer + Mörder + falsche Fährte für den Leser + unglaublich überraschende Auflösung für den Leser (manchmal vermutlich auch für den Täter selbst) = Krimi

Ne. Schaff ich nicht.

Zuletzt habe ich Simon Becketts ‘Verwesung’ gelesen.
Wahnsinns Titel – Verwesung.
(Als seis nicht genau jener Zustand, in dem wir uns alle früher oder später wieder finden.)
Püüüüh – gruselig. Verwesung.
Beckett also:
Tatort: Im Mooooooor (klar, wo sonst?)
verbirgt sich sein durchgeknallter psychopathischer Killer.
Er (der Ermittler): Kein Bulle (toll gelöst, weicht vom Schema ab.)
Sie (kein Bulle): Aber einfach so dämlich, so blöde, dass man sich beim Lesen wünscht, sie möge endlich hopps gehen.
Die beiden gemeinsam: Gehen (Ohne!) Taschenlampe (ins MOOOR!) wo … na?
Na ja mensch, wo sich der Killer versteckt. (Der Psychooooopaaaath – Verwesung – Mooooor).
Und wen’s bis dahin nicht gruselt, vor so viel Einfalt, der liest dann ganz bestimmt zu Ende und gelangt zu der unglaublichen Erkenntnis, dass der Bulle der Mörder ist.
#Püüüh. Verwesung.

Also schreibe ich meinen eigenen Krimi um. Und dann wieder andersrum. Und wieder so herum. Und streiche da. Und dort. Und hier. Und wundere mich über meine eigenen Schwachheiten und über die GEZ, die mich jetzt zum gefühlten 10 Mal in den letzten 4 Wochen fragt, ob ich noch immer kein TV habe.
(Heut hab ich zur Abwechslung mal geantwortet: Nein, aber ihr könnt mir ja eins schenken.)

Und schließlich will ich das Cover gestalten.
Und im Rahmen der Recherche suche ich über Google nach inspirierenden Bildern afrikanischer Frauen. Es geht um Folklore. Um Traditionen.
Und dabei – völlig zusammenhanglos – stoße ich auf das Bild eines etwa 12jährigen Mädchens, das in eindeutiger Pose den Freiern im Internet angeboten wird.
Das war das erste Mal in meinem Leben, das mir solch ein Bild begegnet ist.
Das nackte Mädchen, und die Absicht der Aufnahme, die mich – so präsentiert – fast umgehauen haben.

Das Bundeskriminalamt nimmt Hinweise und Informationen entgegen.
Auf direktem und schnellerem Wege läuft der Prozess laut BKA-Seite über die jeweiligen Landeskriminalämter.
Schleswig-Holstein/Kiel hält ein Onlineformular bereit,
in dem, neben persönlichen Angaben, Hinweise, URLs etc. erfragt werden.

Zu finden auch der Hinweis, direkt den Cache des Browsers, sämtliche Cookies
und die Chronik zu löschen. Mehr dazu und wie man korrekt vorzugehen hat
unter folgendem Link der
Polizeiliche Kriminalprävention
der Länder und des Bundes

Klick zum Link

Das, zwischendurch – aber längst nicht nebenbei.
Weil die Wirklichkeit weitaus übler ist, als es das Krimihirn erfinden kann.
Und weil sie mich heut so gänzlich unerwartet eingeholt hat.

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