Frostnacht: Island Krimi – Arnaldur Indriðason


Frostnacht ist als Taschenbuch im Bastei Lübbe Verlag erschienen.

Für Island habe ich ein besonderes Faible. Vermutlich habe ich mir den Titel auch deswegen gekauft. Zugegeben – ich bin kein Krimifan, aber überraschen lasse ich mich immer wieder gerne.

Wahlweise jedoch waren bei diesem Titel der Autor selbst oder der Übersetzer in der Wahl der sprachlichen Mittel von besonderer Bescheidenheit.

Über 380 Seiten sich ständig wiederholende Annahmen und Feststellungen. Personen ohne jede Tiefe und Struktur.
Und Dialoge, die sich in „Er sagt: … / Sie sagt: …“-Sätzen ergießen.

Eine Auflösung des Mordes, dessen letztliches Motiv in Gänze am eigentlichen Thema des Buches – nämlich Rassismus im kleinen Island – vorbeigeht. Und ermittelnde Kriminaler, die sich scheinbar weder gegenüber Zeugen noch Tatbeteiligten durchzusetzen wissen.

Das alles mag scheinbar dem nordischen Krimipreis gerecht werden. Wie man erfährt, sind die Nächte in Island ja lang und kalt. Aber in einem Markt, in dem auch eine Fred Vargas schreibt, ist dies Buch leserisches Ödland.

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Über Heike Pohl

ambitionierte quasselstrippe | freie journalistin | fotografin | gedankenspielerin | hobbygärtnerin

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