Das Ei ist eine geschissene Gottesgabe im Tagwerk Leben


Auf halber Strecke, zwischen München und Garmisch, Höhe Wolfratshausen, liegt die Sprengenöder Alm.

Zum Hof gehörte eine alte Frau.
Die Sophie Geisberger.
Über Sophie, von der Geschichte des Hofes, über die Familie, über Gott, der lenkt, und den Menschen, der denkt, davon erzählt Dagmar Wagner in ihrem wunderbaren Film:

Das Ei ist eine geschissene Gottesgabe.
Regie: Dagmar Wagner – Kamera: Igor Luther – Schnitt: Clara Fabry – mit Sophie Geisberger u.a. – 1993; 90 Minuten

Vorschau zum Dokumentarfilm, erhältlich über amazon.

An Sophie musste ich heute denken.

Und an Dora Prinz, die zusammen mit Sabine Eichhorst in
‚Ein Tagwerk Leben – Erinnerungen einer Magd‘
, erschienen bei Knaur, von der schweren Arbeit auf dem Land, der Willkür der Bauern und ihrem Leben als Magd so klar und einfach, so präzise wie weise ihren Blick auf das wesentliche richtet .

Beide Lebensgeschichten, die der Sophie Geisberger und die der Dora Prinz, verbindet das einfache Leben zweier Frauen, arbeitsreich, den Menschen, dem Land, den Tieren und der Natur verbunden.

Dora Prinz meint, im Epilog des Buches:
„… Ich wollt schaffen, um Geld zu verdienen und unabhängig zu sein. Ich hab nicht immer gesagt, was ich denk; manchmal hab ich mich auch nicht getraut, überhaupt etwas zu sagen. Doch ich hab immer meinen eigenen Kopf gehabt. Man muss grad bleiben, im Leben.“

Film und Buch empfehle ich von Herzen.

All jenen, die Glück und Zufriedenheit stets in anderen Menschen oder Dingen suchen.
Und selten bei sich selbst.
Und jenen, die sich einfangen lassen mögen, vom Zauber einfacher, klarer Gedanken.
Und von der Weisheit des Alters.
Und der lebenskluger Frauen.

Inspiriert auch durch Eva Herold. #jawolljetzthatsies
und ihr Blog: Frauenfragen
Klick: „Emanzipation“, oder: Was bedeutet eigentlich das F-Wort?

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Über Heike Pohl

ambitionierte quasselstrippe | freie journalistin | fotografin | gedankenspielerin | hobbygärtnerin

Ein Kommentar

  1. Danke für den Tipp. Der Titel hat mich immer fasziniert (schon weil sich da jemand was traut; die Werberin in mir fährt nun mal auf Headlines ab), und jetzt hab ich Lust bekommen, den Film anzuschauen.

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