Luka lacht … Eine Sommergeschichte


Sommer.

Es weckt so viele und unterschiedliche Assoziationen, dies kleine Wörtchen rund um die wenigen Monate im Jahr, an denen die Tage lang und im besten Fall sonnig sind,
die Nächte warm bleiben und den meisten von uns das Leben so viel leichter und froher von der Hand zu gehen scheint.

Sommer – das ist das Stichwort, unter dem neobooks/DroemerKnaur den aktuellen Wettbewerb gestartet hat. Eine Kurzgeschichte soll es sein, maximal 20.000 Zeichen lang und mit dem Sommer im Mittelpunkt.

Sommer heute – das ist für mich die Blütenpracht in meinem Garten, das unermüdliche, bisweilen auch nervtötende und an anderen Tagen beschwingende Zwitschern der Vogelschar draußen in den Bäumen.
Sommer – das ist Erntezeit, der Duft reifer Früchte, das sind Schmetterlinge und Libellen, das Konzert der Frösche in den Teichen und Gräben. Der Strand der Nordsee, windzerzaust, barfuß über Sand und Watt …

Sommer – das ist auch die Erinnerung an eine schöne Kindheit, die Großen Ferien und die gemeinsam mit der Familie verbrachten Urlaube und damit die Erinnerung an ein Land, das in meinen Kinderaugen der Vorstellung vom Garten Eden schon recht nahe kam. Kroatien.

Die Recherche zu ‚Luka lacht‘ hat mir noch einmal – und vielleicht auch zum ersten Mal richtig – die Ungeheuerlichkeit eines Krieges vor Augen geführt, stattgefunden im Urlaubsland meiner Kindheit und Jugend. Meine Eltern fahren noch heute – vielmehr heute wieder – in jedem Jahr nach Istrien/Kroatien.
Nach Beendigung des Krieges waren sie zum ersten Mal 1996 wieder dort. Ich habe mir erzählen lassen von Flüchtlingen, die zu diesem Zeitpunkt noch in den Hotels der Touristikhochburgen untergebracht waren.

Während des Schreibens hat mich vor allem die Tatsache bewegt, dass es mir offensichtlich damals an jener Vorstellungskraft gefehlt haben muss, die mich in Nachrichten und Schlagzeilen – am Rande von Golfkrieg und Wiedervereinigung der Deutschen empfunden – hätte das wahre Ausmaß dieses Krieges begreifen lassen können.

Luka – eine meiner beiden Hauptfiguren – steht stellvertretend für die Jugend eines Landes, die meiner eigenen so ähnlich und am Ende doch so ganz anders gewesen sein muss. Sie steht für die kroatischen Jungs und Mädchen, die wir während der Sommerferien kennen gelernt haben und von denen wir nicht wieder gehört haben.

Darüber hinaus erzählt ‚Luka lacht‘ vom Traum einer gemeinsamen Zukunft, von der ersten Liebe, der Schönheit und Vielfalt einer Natur, die heute wieder Tausende von Touristen an die Küsten der Adria lockt.

Nachzulesen unter:

http://www.neobooks.com/werk/13762-luka-lacht.html

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Über Heike Pohl

ambitionierte quasselstrippe | freie journalistin | fotografin | gedankenspielerin | hobbygärtnerin

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