Begrabt mein Herz in Dresden

(Diesen Text habe ich vor zwei Jahren für ein Magazin geschrieben. Die Geschichte des Lakota-Sioux Edward Two-Two hat mich sehr bewegt. Ihm ist der Beitrag – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um Karl May und seinen Winnetou gewidmet.)

Weiterlesen

Martin Langer

Ich bin ihm zum ersten Mal vor vielen Jahren in einem seiner berühmtesten Fotos „begegnet“ und dann – viel später – bei Facebook auch persönlich. So oft habe ich mich über seine engagierten, ziemlich direkten und kompromisslosen Kommentare zu Themen wie Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus diebisch gefreut. Wo ich viele Worte brauchte, landeten seine knappen Sätze…

Weiterlesen

Eine Liebeserklärung an ein Buch über die Liebe

Alfred Döblin, Berthold Brecht, Erich Mühsam, Leni Riefenstahl, Marlene Dietrich, Pablo Picasso, Dali, die Familie Mann, Hannah Arendt, Erich Maria Remarque, Lee Miller, Man Ray, Gustav Gründgens, Coco Chanel, Einstein, Josephine Baker, Adorno, Dietrich Bonhoeffer, Truman Capote, Charlie Chaplin, Hermann Hesse, Hans Fallada, die Fitzgeralds, Greta Garbo, Kandinsky, Nabokov, Lola Montez, Kleist, Klee und Klemperer, Rowohlt, Sartre, Simone de Beauvoir, August Sander, Suhrkamp, Georg Trakl, Tucholsky, Billy Wilder, Kurt Weill, Carl Zuckmayer, Stefan Zweig und unzählige andere Frauen und Männer – Florian Illies‘ Buch „Liebe in Zeiten des Hasses“ ist ein Meisterwerk der Recherche und ein Who-is-Who der 20er- und 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Dieses 400 Seiten starke, wirklich starke Buch ist zudem eine wortgewordene Liebeserklärung an die Liebe in all ihren Facetten, ihren Nuancen, ihren Ungereimtheiten, Abwegen, Irrungen und Wirrungen, in all ihrer Vielschichtigkeit – vom Platonischen über das Leidenschaftliche hin zur Obsession.

Weiterlesen

Löwenstark – mein Filmhighlight

Vor mehr als 16 Jahren habe ich meinen Umzug von Berlin hinaus auf’s platte Land zum Anlass genommen, mein TV-Gerät zu verschenken. Und das bislang keinen Tag bereut. Anfangs habe ich frei gewordene Zeit genutzt, um mehr zu lesen, mich im Zeichnen zu üben und – natürlich – mehr zu schreiben. Irgendwann dann, als es…

Weiterlesen

Menschenskinder

Ich hab immer nur mit einem Ohr hingehört: Nach Syrien. Den Iran. Nach Afghanistan. Irak. Und ab und an hab ich mal was gespendet, um mein Gewissen zu beruhigen. Oder laut geseufzt, ein Ausdruck der schieren Hilflosigkeit. Klar ist die Welt scheiße, aber was soll ich da schon alleine gegen tun? Und dann war da…

Weiterlesen

Nüschtjanüscht.

Ischamannso. Nüschtjanüscht.Es ist nunmal so. Es nützt ja nichts. Ich hab ihm oft dabei zugesehen, wie er in einer Mischung aus Akribie und Selbstvergessenheit die Zweige seines Apfelbaumes beschnitten hat. Wie ein Bonsai sah das so bearbeitete Bäumchen schließlich aus, nur eben deutlich größer. Er stand dann hoch oben auf seiner Leiter, zuletzt mit seinen…

Weiterlesen

Rosita und Unku – oder warum mein Herz für Sinti und Roma schlägt

>> Unku ist Z633, Bärbel Z634, Marie Z635. Z wie „Zigeuner“ << Dem Mädchen Rosita bin ich als lesendes Kind begegnet. Auf einem Karren fährt Rosita mit ihrem Onkel durch Frankreich und Spanien und bedient immer wieder auch das Klischee, das wir „Seßhaften“ (so heißen wir anderen im Buch) von den „Fahrenden“ (so heißen Sinti…

Weiterlesen