Sommergarten

Der Regensommer 2017 hat meinen Garten ruiniert. Fast. Im Dauerregen war Land unter und ab August konnte man den weichen Marschboden nicht mehr betreten, ohne tiefe Spuren zu hinterlassen.
Im Frühjahr 2018 war alles zugewuchert, Kriechgras hatte meine Stauden im Würgegriff und was überlebt hatte, sah kümmerlich aus.

Ein guter Zeitpunkt für einen Neuanfang, hab ich mir gedacht.
Alles (fast) musste raus. Und dann mit Plan Neues rein. Gräser. Rosen. Stauden.
Ein Weg, den man auch begehen kann.

Ein paar Monate sind vergangen. Und es ist dem Garten nicht mehr anzusehen, wie kahl es kürzlich noch aussah. Und lachen muss ich über mich, die ich im Leben immer lieber ein bisschen zu viel von allem mache als zu wenig. Alles ist wunderbar angewachsen, die Rosen blühen zum zweiten Mal. Rudbeckia ist der Sommerhit. Ebenso wie der Scheinsonnenhut. Der Sommerflieder. Die Stockrose. Die Gräser. Der Riesenhibiskus – die Blüten handtellergroß. Die Petunien.

Ich bin glücklich, dass ich das erleben darf. Und dass wir einen Maulwurf haben, der mich zur Weißglut bringt. Sonst ging’s mir hier doch glatt zu gut.

Ich lade zum Spaziergang ein.
(Mit einem Klick auf das erste Bild öffnet sich die Großansicht. Ich wünsche Freude im Überfluss.)